Pakiv European Roma Fund

Der Pakiv European Roma Fund, ein kleine, in Weinheim gegründet unselbstständige Stiftung, war Gründer des Trainingsprogramms Pakiv für junge Roma und einige Jahre Träger der Pakiv-Projekte der Freudenberg Stiftung (mehr), bis die Alumni mit der Hilfe des Funds ein eigenes Netzwerk in Sofia gegründet haben.

In den vergangenen Jahren war sein wichtigstes Anliegen der Aufbau einer „Reflexion Group“, die dem Pakiv Alumni Netz als eine Art Braintrust dient. Der Pakiv Fund mit seiner Reflexion Group war es, der die Entwicklung der „Weinheim Declaration“ mit Handlungsempfehlungen zur Bildung und Integration von Roma in Europa mit ermöglicht hat. Er berät das Forum for Roma Inclusion des European Founation Centers.

Das wichtigste Projekt ist die Verbreitung des Buches, „From Victimhood to Citizenship - the Path of Roma Integration“, an dem die Open Society Foundation und die Freudenberg Stiftung je zur Hälfte beteiligt waren. Es handelt sich hierbei um den Versuch, unter Roma selbst einen Dialogprozess in Gang zu setzen: vor allem zu Fragen der Ethik, die manchmal durch Hinweise auf die Kultur der Roma der Kritik entzogen werden. Zentrales Ziel der Autoren und der Unterstützer eines selbstkritischen Diskussionsprozesses ist es, die Bedingungen zur Wahrnehmung der Bürgerrechte durch die Roma selbst zu verbessern. Im Wege steht nicht nur ein zu starker Kulturalismus, sondern auch die politische Deutung der Roma als „eigentliche Europäer“ ohne nationale Bindungen und schließlich eine wachsende Feindseligkeit gegen Roma in allen europäischen Ländern.

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