Ausschreibung Lars Day Preis - Zukunft der Erinnerung 2017

Kriterien für die Auswahl

Der Preis würdigt Organisationen, Vereine, Initiativen und Einzelpersonen, die gemeinsam mit jungen Menschen die Erinnerung an nationalsozialistisches Unrecht und weitere Verbrechen gegen die Menschheit mit der Verantwortung für den Erhalt der Demokratie und ein gleichberechtigtes Zusammenleben in Vielfalt verbinden. Ziel ist es, den Wandel von Erinnerungskulturen in einer pluralen Gesellschaft zu zeigen und die Teilhabe von Migrant*innen und ihrer Nachfahren sowie andere im Erinnerungsdiskurs bislang marginalisierte Gruppen sichtbar zu machen. Es werden Projekte gewürdigt, die nachhaltige Wirkung erzielen und unter dem Transferaspekt interessant für Lehrkräfte und Mulitiplikator*innen sind.

  1. Es handelt sich um die Erinnerung an einen Völkermord oder vergleichbares Unrecht gegen eine bestimmte Bevölkerungsgruppe in Deutschland oder einem anderen Land. Die Erinnerung dient der Anerkennung der Opfer, dem Empowerment marginalisierter Gruppen und der kritischen Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Verhältnissen in Vergangenheit und Gegenwart.
  2. Die Umsetzung der Erinnerungsarbeit wird inklusiv gestaltet, d. h. es wird darauf geachtet, dass alle Teilnehmenden in den Gestaltungsprozess einbezogen werden.
  3. Das Projekt/die Initiative berücksichtigt, dass sich Erinnerungskulturen in einer globalisierten Migrationsgesellschaft wandeln.
  4. Der Ansatz des Projekts/der Initiative entspricht dem aktuellen Stand der Fachdiskussionen und lässt eine kritische und reflektierte inhaltliche Auseinandersetzung erkennen.
  5. Es werden kreative und innovative Methoden einbezogen.
  6. Nach Möglichkeit liegt die Ideenfindung und Projektinitiative bei jungen Menschen selbst.
  7. Die Transferfähigkeit ist hoch, d. h. das Projekt/die Initiative ist auch in anderen Kontexten umsetzbar.
  8. Das Projekt/die Initiative verfolgt nicht nur kognitive, sondern auch affektive Ziele.
  9. Das Projekt/die Initiative geht, sofern es/sie in der Schule stattfindet, über den Schulunterricht hinaus und bezieht weitere Akteur*innen des Umfelds mit ein.

Bewerbungsverfahren

Bewerbungen können postalisch oder per E-Mail bis zum 23. September 2017 gesendet werden an:

Lars Day Stiftung
Babostr. 3
69469 Weinheim
E-Mail: iris.ruesing@sfgm.de
Stichwort: Lars Day Preis

Bewerbungsunterlagen

Die Bewerbungsunterlagen sollten mindestens enthalten:

  • das vollständig ausgefüllte Bewerbungsformular
  • eine ausführliche Projektbeschreibung und ggf. –dokumentation

Bewerber

Bewerben können sich grundsätzlich nur Projekte/Initiativen, die zum Zeitpunkt der Bewerbung entweder abgeschlossen (nicht länger als 12 Monate) sind oder sich in der Durchführungsphase befinden.

Preisgeld

Der Lars Day Preis ist mit insgesamt 5.000 Euro dotiert. Der Preis ist teilbar.

Auswahl

Die Jury wird im Oktober 2017 über den Preisträger entscheiden.

Mitglieder der Jury

Dr. Yasemin Shooman (Akademieprogramme des Jüdischen Museums)

Christian Petry (Lars Day Stiftung)

Rana Göroğlu (Mediendienst Integration)

Monika Endriß (Realschullehrerin i.R.)

Esra Küçük (Maxim Gorki Theater, Berlin)

Dr. Tessa Debus (Wochenschau Verlag)

Peter Kalb (Debus Pädagogik Verlag)

Preisverleihung

Die Preisverleihung findet Anfang November 2017 in der W. Michael Blumenthal Akademie des Jüdischen Museums Berlin statt.

Weitere Informationen:

Lars Day Stiftung
Babostr. 3
69469 Weinheim
Tel. (täglich außer dienstags von 9-13 Uhr): 06201-2559661
Kontakt: Iris Rüsing: iris.ruesing@sfgm.de